Selbermachen ist die Devise

Kapitel 5

Das nächste einschneidende Erlebnis brachte unser Neuzugang in Rollen. Ende August 2017 wurde ich mit meinem zweiten Sohn schwanger.

Als Schwangere stellte ich fest, dass sich zwischen meiner ersten SS 2002 und der 2017 sehr, sehr viel verändert hat.

Ich war älter, gefasster, und ruhiger.
Kurz über 30ig war mein Leben geordneter als damals mit knapp 16 Jahren. Verständlich.
Ich habe mich beim zweiten Mal bewusster auf das Abenteuer Schwangerschaft eingelassen. Hab die Regeln diesmal selbst bestimmt, und mir alles soweit gerichtet wie ich es brauchte und so gut ich konnte.

Und es gab weitaus mehr Informationen im Internet als damals 2002…

Als moderne Mama wird einem dann schnell klar, ab nun gelten viele Einschränkungen. Logisch, dass Bungeejumping, Formel1 fahren, Alkohol und dergleichen Tabu sind, aber keinen Weichkäse, keinen Rohschinken, Steak durchgebraten, Kosmetik, Medizin, ….

Gut, wieder umdenken, wieder umlernen! Nachfragen, recherchieren, informieren!

Dann fängt man zum Grübeln an… Wenn ich mir in der SS nicht die Haare färben, nicht meine Nägel lackieren und mich kaum schminken soll, dann sollte ich es meiner Gesundheit zu liebe vielleicht auch nicht bis wenig im nicht-schwangeren Zustand tun.
…Was ist da eigentlich im Duschgel und im Shampoo drinnen, das ich jeden Tag meinem Körper zukommen lasse? Und im Waschmittel? Und in den Putzmitteln? Getränke in der Plastikflasche? Brauche ich Erdbeeren im Dezember aus Spanien?

Ein Teufelskreis wurde in Gang gesetzt… 😉

Seit einigen Wochen putze ich fast nur mehr mit Essig. Plastikhaushaltsgegenstände versuche ich nach und nach gegen natürliche zu ersetzten.
Im Badezimmer ist Seife eingezogen, und ich habe den Vorsatz mein Badezimmer plastikfrei zu bekommen. Ich werde meinen Garten um eine Hausapotheke erweitern, Waschmittel, Badezusätze, Seife und dergleichen selbst herstellen.

Wie sieht es bei euch aus? Was habt ihr schon verändert? Oder seid im Begriff umzustellen?