Wie alles begann…

1.Kapitel

Es ist ein Werdegang, ein Reifungsprozess und auch viel Erziehungsarbeit an einem selbst, seiner Familie und seinem Umfeld. Aber eines führt zum anderen!
Mein erster Peng-Moment fand in meiner Ausbildungszeit in der Hotelfachschule statt. Der Umgang mit Lebensmittel ist dort ja eigentlich das zentrale Thema, nur damals eben nur auf Wirtschaftlichkeit, Luxus und Extravaganz ausgelegt. (Meine Ausbildung liegt 19 Jahre zurück)

Wir lernten an einem Nachmittag wie man Mayonnaise zubereitet, aber nur handwerklich, denn essen durften wir sie auf Grund der rohen Inhalte nicht. Also kam sie nachher in die Tonne….
DAS war Schlag Nr.1
Denn ich dachte mir damals schon, dass es doch nicht sein kann… Menschen auf der ganzen Welt verhungern, und wir schmeißen es einfach weg… Das machte mich wütend. Ich war damals 14 Jahre alt.

Am Anfang meiner beruflichen Karriere als Restaurantfachfrau merkte ich schnell wie verschwenderisch die Menschheit dich sein konnte. Kiloweise weggeworfene Lebensmittel, schlechte Betriebswirtschaft (übersehene Ware im Kühllager, …), zu viel auf dem Teller, und vieles mehr.
Doch war da wieder diese Hilflosigkeit, diese Ohnmacht. Denn ich konnte ja schlecht zum Gast sagen, dass er sein Essen gefälligst aufessen soll…?!

Am Ende meiner Ausbildung, ich war 20 Jahre alt, Mutter eines vierjährigen Sohnes und mit meinem jetzigen Göttergatten schon 2 Jahre liiert, stellte sich die Frage: Was nun?
Ich und mein Sohn wohnten bei meinen Eltern, mein Mann bei seinen. Da lag es nun nahe zusammen zu ziehen. Wir machten uns auf und suchten ein Eigenheim für unsere kleine Familie. Schnell wurde klar, ein Mietshäuschen wäre der Traum!
Meine Eltern sind mit mir im Alter von 13 Jahren von der großen Stadt in eine minikleine Stadt gezogen. Am Anfang war ich darüber nicht sehr erfreut, als „verwöhntes Großstadtgör“. U-Bahn, Bus und Bim waren nun Fahrrad, schlechten Busverbindungen und Mama-Taxi gewichen.
Jedoch fand ich bald gefallen an der ländlichen Idylle, der Ruhe und Entschleunigung. Denn die Uhren ticken am Land definitiv ein bisschen langsamer.
Und so kam auch später, mit 20 Jahren der Wunsch nach Natur, Abgelegenheit, Ruhe und Entspannung.

Bald wurden wir auch fündig. Unsere Wahl fiel auf ein kleines Häuschen mit nur einem Nachbarn, Wald und Wiese fiel. Viel Wald und Wiese! 😀

Tja, nun stand ich da.
Naturverbunden, willig, voller Tatendrang und Wünsche für meinen ersten eigenen Garten, aber mit kaum Erfahrung…

Gärtnern ist Wissen, und Wissen will gelernt und erfahren werden!
Also ein paar Gartenhefte mit wunderschönen Fotos gekauft (… ah genauso will ich das auch…) und mal wild drauf los geackert.
Nach viel Arbeit, Schmerz und Schweiß konnte ich zwar ein Bisschen was ernten, aber zufriedenstellend war es nicht, und wie aus dem Magazin hat es auch nicht ausgesehen!

Leider war mich nicht viel Zeit zum Herausfinden vergönnt, denn nach 2 Jahren stand der nächste Umzug an.
Dieses Mal war es Berlin…

Mein Mann und seine Band hatten dort neue Möglichkeiten gefunden sich weiter zu entwickeln und ich bin mit Kind und Krimskrams mitübersiedelt.

 

Das sind wir:

Mein Mann, meine beiden Söhne, unser Hund Ator, Katze Xena und natürlich ich 😉

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Unser erstes Häuschen