Ein neuer Lebensabschnitt beginnt…

Kapitel 2

…Berlin…

Wedding- Altbau- 3.Stock- kein Aufzug- 65m²-
Tjoa, Kulturschock würd ich behaupten!

Zu meinem Glück hatte ich wenigstens einen kleinen (wirklich kleinen) Balkon. Ja immerhin etwas. Da konnte ich mich die nächsten 3 1/2 Jahre austoben.

Berlin ist eine großartige Stadt. Dort habe ich Vieles gelernt.
Dass es Menschen gibt, die sich gegenseitig helfen.
Dass es immer irgendeinen Weg gibt.
Ich habe starke Menschen kennen gelernt, habe gelernt mich in dem Trubel und der Vielfältigkeit zurecht zu finden.
Jedoch muss ich gestehen, ist mir diese Stadt zu groß, zu viel…
Mich packte das Heimweh, die Sehnsucht nach Ruhe, nach „eigenem“ Raum.
Denn das habe ich in Berlin auch erlebt, dass man zwar nie und nirgends allein ist, und doch manchmal sehr einsam ist.

Schlag Nr.2 hab ich aber definitiv Berlin zu verdanken!
Anti-Atom-Demo April 2011
Zufällig reingestolpert.

Nach einem wirklich kuriosen Vorstellungsgespräch war ich mit meiner Freundin eigentlich auf dem Heimweg. Von weiter weg hörten wir Trillerpfeifen, sahen Menschen mit wehenden Fahnen.
Familien, ältere Menschen, Schüler, Studenten, Arbeiter, Angestellte… viele Gruppen waren vertreten. Auf den Fahnen war auch schnell zu erkennen wogegen sie demonstrierten.
Anti-Atom

Wir liefen kurzer Hand mit, und natürlich wurde auch eine Fahne gekauft, die wir kräftig mitschwangen. Trommlergruppen waren vor und hinter uns, der Rhythmus beflügelte, die Menschen verband eine seltene Einigkeit in einer guten Sache.
250.000 Menschen, wie ich hinterher erfuhr.
Zuhause angekommen, steckte ich die Fahne stolz raus auf den Balkon in einen Blumentopf und befestigte sie, so dass sie ihre Botschaft in der Fehmarner Straße verkünden konnte! Und ich sah, sie war nicht die Einzige! 😀

Somit war meine erste „offizielle“ Handlung der Umstieg bewusst auf Ökostrom.
Wieder ein Schritt getan.

 

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